Finanzierung

Wichtig ist, dass Bargeld zur Verfügung steht. Vermögen, das in Immobilien, Versicherungen und Aktienfonds zur Verfügung steht, kann man nicht sofort abrufen.

Nur die reinen Pflegekosten sind längst nicht alles. Bei der Pflege zu Hause, kommen dann vielleicht noch die Kosten dazu für

  • die Putzhilfe
  • den Gärtner
  • den Nachbarsohn, der die Einkäufe tätigt
  • die Fahrt zum Arzt
  • Medikamente und andere Hilfsmittel.

Da kommen schnell 300-500 € pro Person im Monat zusammen. 

Aber auch bei der Unterbringung im Heim oder im betreuten Wohnen ist es mit der reinen Unterbringung nicht getan. Friseur, Fußpflege, zusätzliche Getränke, Medikamente sind nur einige weitere finanzielle Posten. Wenn das eigene Geld nicht ausreicht, dann werden auch die Kinder “zur Kasse” gebeten. Aber die Freibeträge sind hoch. Mehr Infos dazu hier.

Idealerweise hat man eine Pflegezusatz-Versicherung. Vor Abschluss sollte man sich unbedingt ausführlich beraten lassen. Solche Beratungen erhalten Sie bei Walter Westerhoff, dem Inhaber der Beratungsgesellschaft Pflege-Finanzen.de unter der Telefonnummer 02331 4732663 oder der Mail beratung@pflegeversicherung-nrw.de. Über die Internetseite  www.pflege-finanzen.de sind weitere Informationen abrufbar.


Die wichtigsten Formen:

Die wichtigsten Absicherungsformen sind:

Pflegetagegeld

Bei dieser Versicherung wird festgelegt, welcher Betrag pro Tag bei Pflegebedürftigkeit ausgezahlt wird. Hier ist der Versicherte an keine Vorleistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung gebunden. Allerdings sind die Versicherungsbedingungen sehr unterschiedlich, so dass man sich immer erst fachlichen Rat vor einem Abschluss einholen sollte. Weiter muss man darauf achten, dass die Versicherung nach Möglichkeit besonders in den Pflegegraden   2-5 bei stationärer Pflege den vollen Tagessatz leistet, da die Kosten für den Heimbewohner in allen Pfleggraden mittlerweile gleich hoch sind. Über eine Dynamik kann im Zeitverlauf die Absicherung den steigenden Kosten anpasst werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Beiträge im Laufe der Zeit, bei veränderten Verhältnissen, erhöht werden können.

 

Pflegrente

Die Pflegerente ist, auch wenn der Name täuscht, eine reine Risikoversicherung. Die Pflegerente ist noch ein junges Versicherungsprodukt und deshalb noch relativ unbekannt. Hier legt man fest, welchen Betrag pro Tag bei Pflegebedürftigkeit gezahlt wird. Auch hier kann über eine Dynamik im Zeitverlauf die Absicherung den steigenden Kosten anpasst werden. Die Leistung steht zur freien Verfügung. Weiter ist diese Versicherungsart beitragsstabil. Bei Kündigung des Vertrages steht ein Rückkaufswert zur Auszahlung zur Verfügung.

 

Pflegekostenversicherung

Hier übernimmt der Versicherer maximal nur die tatsächlichen Restkosten, die nach Vorleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung noch offen sind Über diese Restkosten muss ein Nachweis (offizielle Rechnung) erbracht werden. Wegen dieser Einschränkung spielt diese Absicherungsart heute so gut wie keine Rolle mehr.

Der in 2013 eingeführte Pflege-Bahr ist immer eine Pflege-Tagegeld-Versicherung.

 

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