Kurzzeitpflege – Vollmachten

Wie so oft vor Feiertagen, stürzte meine Mutter und muss ins Krankenhaus. Diesmal ist sie von einem Stuhl gefallen. Das heißt für mich – alles stehen und liegen lassen und ab in die Bahn 300 km zu meinen Eltern. Das erste was zu tun ist: Kurzzeitpflegeplatz für meinen Vater organisieren. Glücklicherweise hatte auch diesmal das Haus einen Platz frei. Auch wieder in seinem alten Zimmer. Dann muss wieder ein Heimvertrag unterschrieben werden und bei der Pflegekasse die Kostenübernahme beantragt werden. Kenne ich eigentlich alles schon. Nur diesmal wollte sowohl das Heim als auch die Pflegekasse eine neue Vollmacht vom mir. Da ich keine neue habe, hat das Heim per Eilantrag beim Amtsgericht beantragt, dass ich die Betreuung für meinen Vater bekomme. Das dauert wahrscheinlich länger. Bin gespannt. Alles Zeitfresser – Zeit, die ich eigentlich grad gar nicht habe. Ich frage mich immer, wie würde das jemand organisieren, der nicht sofort seinen Arbeitsplatz verlassen kann. Oder auch in der Industrie arbeitet, wo man nicht ständig telefonisch erreichbar ist.

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4 Gedanken zu „Kurzzeitpflege – Vollmachten

  1. Petra

    Wie alt war denn die Vollmacht? ich habe eine, die vom Notar beglaubigt ist. Diese dürfte dann länger aktuell sein, oder?

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    1. Friedlies Reschke Artikelautor

      Die Vollmacht wurde jährlich aktualisiert. Es kann auch bei einer notariellen Vollmacht vorkommen, dass diese nicht anerkannt wird, da ja auch diese zwischenzeitlich zurückgenommen wurde.

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      1. gudrun sontheim

        Danke, sehr hilfreich. Ich habe die Patientenverfuegung vor einem halben Jahr erneuert u die vorsorgevollmacht ist auch schon wieder 2 Jahre alt. Meine Frage: reicht ein neues Datum mit Unterschrift oder muss man neu aufsetzen.
        Meine Mutter ist 86, versorgt sich noch selbst, es wird aber körperlich und menschlich komplizierter. Ich wohne auch 300 km weg. Allerdings lebt mein Bruder vor Ort, er kennt nur die Dauerloesung Altersheim.

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        1. Friedlies Reschke Artikelautor

          Eigentlich reicht ein neues Datum. Idealerweise unterschreibt auch noch ein Zeuge, zum Beispiel der Hausarzt. Ein Altersheim ist sicher eine Lösung. Denn allein zu Hause kann Menschen auch schnell vereinsamen. Ich wünsche ihnen alles Gute und viel Kraft – es wird nicht einfacher

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